Todesengel review ä 109



10 thoughts on “Todesengel

  1. says:

    Wenn ich den neuen Roman von Andreas Eschbach mit zwei Attributen beschreiben soll dann lauten sie angewandtes ethisches Dilemma und süchtigmachender Pageturner Zu ersterem ist zu sagen dass das Thema Notwehr Notwehrüberschreitung bzw Nothilfe bei gewalttätigen Angriffen meist jugendlicher Täter mich als Leser permanent in einen Gewissenskonflikt gestürzt hat Wie wir in letzter Zeit aus den Medien schmerzlich erfahren haben kennen die meist mit Alkohol und Medikamenten zugedröhnten Jugendlichen keine Gnade wenn sie beschlossen haben jemanden aufzumischen Vor Gericht bekommen die minderjährigen oft schon mehrfach auffälligen unverbesserlichen Gewalttäter dann meist eine Bewährungsstrafe auch wenn sie ihr Opfer umbringen und haben leider nichts dazugelernt Andererseits waltet gegen Opfer die sich wehren und gegen Nothelfer wenn der eigentliche Täter verletzt wird der erbarmungslose Arm des Gesetzes sowohl straf als auch zivilrechtlich was natürlich das Wegschauen begünstigt und die Entwicklung von Zivilcourage bei Zeugen extrem behindert Dies ist die Grundstory in diesem Roman als ein RächerHelfer auftaucht der Straftaten verhindert indem er die Täter während der Tat tötet Eschbach ist hier ein furioser Roman gelungen der in derart rasantem Tempo eine spannende Story über Polizei Staatsanwaltschaft Täter Journalisten und auch Traumata der Opfer erzählt dass man kaum zum Luftholen kommt Durch das zweischneidige Dilemma wie das Problem in den Griff zu bekommen ist wird auch der Leser gefordert einerseits seine Law and Order Positionen zu überdenken aber andererseits auch zu reflektieren was mit dem Strafrecht nicht stimmt wenn es sich nicht auf der Seite der eigentlichen Opfer stelltSprachlich kann der Autor hervorragend mit Worten umgehen die Figuren sind äußerst liebevoll und komplex entwickelt Gegen Ende gibt es zwar eine Szene mit dem Journalisten in der der Zufall etwas gar zu konstruiert wirkt aber dass ich deshalb einen Stern abziehe das würde der grandiosen Story nicht gerecht werdenFazit Sehr lesenswert vor allem für Liebhaber von spannenden rasanten Geschichten


  2. says:

    35in Ordnung aber definitiv kein Thriller


  3. says:

    Obwohl ich bereits einige Bücher von Andreas Eschbach besitze muss ich zu meiner Schande gestehen dass ich bislang kaum etwas von ihm gelesen habe Da es damit langsam an der Zeit wurde habe ich mich für Todesengel entschieden was ich zum Glück nicht bereut habe denn die Geschichte konnte mich Zum Großteil überzeugenDer Schreibstil hat mir gut gefallen Der Autor beschreibt die Geschichte rund um das Thema Selbstjustiz sehr ausführlich aber nie langatmig sodass die Spannung hier nahezu immer garantiert war Gleichzeitig liest sich die Geschichte recht flott und ich hatte die knapp 550 Seiten viel zu schnell ausgelesen Die Figuren sind ebenfalls gut ausgearbeitet und allesamt vielseitig Die Dialoge sind dagegen ab und zu etwas holprig allerdings hielt sich dies noch in GrenzenDer sogenannte Todesengel der hier wie ein Mini Superheld erscheinen möchte steht für Opfer ein und rächt sich für diese indem er deren Täter uält und ermordet dabei schreckt er auch nicht vor Jugendlichen zurück sodass der Autor hier schon eine kleine Grenze überschreitet Dass dabei aber auch oftmals die eigentlichen Opfer in Schwierigkeiten geraten da Polizei und Staatsanwaltschaft davon ausgehen dass ebendiese sich an ihren Tätern rächen scheint der Todesengel nur bedingt bedacht zu haben Außerdem spielt hier noch Ingo Praise ein eher unscheinbarer und weniger erfolgreicher Journalist eine große Rolle denn er sieht den Todesengel als Top Story an und recherchiert den Fall ausführlichWas mich an der Geschichte allerdings ein wenig gestört hat Der Autor hat das Thema Selbstjustiz und die Probleme in der deutschen Justiz dass Täter oftmals zu gering bestraft werden und die Opfer dadurch nur noch mehr leiden sehr gut aufgegriffen und auch zum Nachdenken angeregt allerdings wurde mir hier stellenweise zu sehr mit erhobenen Zeigefinger gearbeitet sodass man als Leser uasi eine Meinung schon vorgefertigt bekommt Einige Leser werden dies sicherlich weit weniger schlimm finden mich hat es allerdings doch gestörtDas Cover sieht ganz nett aus ist jedoch nicht der größte Hingucker aller Zeiten aber dennoch durchaus passend zur Geschichte Besonders die Blautöne gefallen mir hier besonders Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht Insgesamt ist Todesengel ein ereignisreicher und spannender Thriller der durchaus authentisch ist Gleichzeitig kann die Geschichte mit gut ausgearbeiteten Figuren und dem interessanten Thema Selbstjustiz überzeugen sodass hier für jeden Leser etwas dabei sein dürfte


  4. says:

    Ein gut geschriebener Thriller interessante Figuren spannend die meisten Figuren nicht schwarz nicht weiß allerdings mache schon und das hat bis zu einem gewissen Grad auch mit der großen Kritik zu tun die hier anzubringen istBerlin Ein alter Mann wird beinahe zu Tode geprügelt von irren Jugendlichen Eine Figur in strahlendem Gewand und Haaren betritt die Bühne und erschießt die beiden Seien Botschaft ist klar Wer andere attackiert muss mit der Höchststrafe rechnen Ein Journalist setzt sich auf den Fall drauf und produziert bald darauf eine Fernsehshow die letztlich den Engel heroisiert So weit so gut Aber der Autor lässt eindeutig Präferenzen durchklingen Der Staatsanwalt und der Soziologieprofessor die einzigen die sich gegen diese Art der Lynchjustiz aussprechen aus unterschiedlichen Gründen werden beide als extrem unsympathisch dargestellt Die Menschen die mit dem Todesengel sympathisieren sind allesamt angenehmer gezeichnet als diese beiden Die Argumente der Rechtsstaatlichkeit und Resozialisierung gehen komplett verlorenDabei greift Eschbach wirklich wichtige Themen auf Die Opfer werden zu oft vergessen die Täter werden zu oft billig entschuldigt und mit gefühlt zu milden Strafen versehen Erst Recht wenn sie mehrfach straffällig geworden sind Man kann diesbezüglich sicherlich eine Diskussion anzetteln man kann darüber diskutieren wie viele Chancen ein Mensch bekommen soll und wie die Alternative aussehen kann Man kann sich überlegen ob es besser Möglichkeiten gibt aber Lynchjustiz und Todesstrafe sind keine demokratisch akzeptierten Varianten um für mehr Sicherheit zu sorgenAn der Einschätzung dass hier ein problematisches Rechtsverständnis propagiert wird ändern auch die beiden Probleme die sich im Buch angesprochen nichts Einerseits wird Gewalt gesät und bewusst mehr verbrochen um den Todesengel anzulocken andererseits kommt schließlich ein Unschuldiger zu Schaden Ja das sind zwei der Probleme warum das nicht geht aber es geht vor allem nicht weil Demokratie nicht auf Rache aus ist sondern auf Wiedergutmachung und Schutz der BürgerJa es werden viele wichtige Themen dennoch angesprochen Die Täter sind Täter und sie können sich nicht aus der Affaire ziehen weil sie eine schwere Kindheit hatten und arm sind und Verständnis brauchen Mehr Verantwortung für unsere Taten die brauch es wirklich Im Großen wie im Kleinen Aber Lynchjustiz ist keine LösungSchade eine tolle Chance total versiebt


  5. says:

    Andreas Eschbach writes about fascinating and relevant topics from nanotechnology ending ineuality a guy becoming a trillionaire through century long compound interest and voter fraud turning a high school teacher into the elected king of GermanyIn Todesengel Death Angel? the author writes about the street justice in Germany where the laws are much weaker than in the US A glowing angel like vigilant kills criminals and violent teenagers beating up innocent citizens The media goes crazy over the mayhem while journalists priests and victims all get involved in their uniue ways Yay Grrrrreat premise good story construction deeply researched Meh Too many characters at least 8 10 viewpoints so so dialogue and crazy coincidences especially at the end If you read Eschbach before you'll recognize his style he's a got technician with great premises and deep research but his execution is so so especially when it comes down to charactersdialoguethriller tension Still if you're vaguely interested in the vigilant justice premise and you love to read a nuanced approach this is a fun read Despite its 540 pages I've devoured Todesengel in 4 5 days


  6. says:

    I have yet to read an Andreas Eschbach novel that I don't enjoy This is not his best work but still very entertaining and a uick read The topic vigilante justice made me think about my views on this topic and I'd say I feel ambiguous about it after reading this book


  7. says:

    Früher war alles anderster Körperliche Gewalt und Selbstjustiz sind die vordergründigen Themen des Todesengel von Andreas Eschbach Und ganz nebenher wird die Medienmanipulation und auch der Sinn des Lebens abgehandelt Alles in Form eines spannenden Thrillers Seine Protagonisten sind nicht die Ritter in schimmernder Rüstung sondern vielmehr Menschen die Fehler haben und auch welche machen Sehr eindrücklich wird dies im letzten Viertel des Buches beschrieben Der Schluss ist folgerichtig unverblümt und im lesenden Moment gnadenlos Dadurch ist eine Abgrenzung zum Kitsch faktisch erfolgt Der Epilog hingegen lässt einen mit großartiger Melancholie abschied vom Buch und seinen Darstellern nehmen Ab und an hat das Buch seine Wartephasen auf neuen Input diese sind allerdings verzeihlichWieder einmal mehr gibt Eschbach in seinem großartig recherchierten Roman Denkanstöße ohne sich unbedingt auf eine argumentative Seite zu stellen Neben der Aufarbeitung von Gewalttheorien und der Definition und Wertung verschiedener soziologischer Fachtermini beeindruckt der Autor durch sein technisches Fachwissen Mittlerweile denke ich das Eschbach fast der einzige Schreiber ist der wirklich weiß wie EDV funktioniert und dies entsprechend auch ausdrücken kann Allerdings ist das Thema Partnerbeziehung das zwangsläufig ja immer irgendwie auftaucht wohl nicht unbedingt seins Hier beschreibt er doch sehr holprig und gestelzt Aber egal 4


  8. says:

    Vordergründig geht es um einen Mann der als Racheengel umgeht und Gewalttäter tötet die andere umbringen oder schwer verletzen wollen Aber Eschbach wäre nicht Eschbach wenn er nur einen Roman schreiben würde Nein er nutzt die Story zur Thematisierung von Selbstjustiz Sollte diese erlaubt sein oder sogar notwendig wenn der Staat nicht in der Lage ist seine Bürger zu schützen? Oder kann ihre Ausübung die Situation nur noch verschlimmern? Und sollte man Verbrecher versuchen zu sozialisieren oder muss man dafür sorgen dass sie hart bestraft werden um sie zukünftig von ähnlichen Taten abzuhalten?Eschbach stellt diese Fragen durch die Handlung die gut erzählt ist und einen zum Nachdenken bringt Und er schafft es gut seine eigenen Antworten auf die Fragen nicht von vorneherein durchschimmern zu lassenWie fast alle Eschbachs die ich bisher gelesen habe hat mir auch dieser gut gefallen Sogar das Ende das kein Happy war


  9. says:

    Ein sehr gutes Thriller mit einem aktuellen Thema Er ist spannend ohne je wirklich blutig zu werden und wird trotz der dicke des Buches nicht langweilig oder zu unlogisch wie bei so manch einem thriller schon passiert ist D kann es nur empfehlen


  10. says:

    Dramaturgisch sehr schwach moralisch ärgerlich inkonseuent Schade um einen durchaus fesselnden Roman mit einem interessanten wichtigen Thema Bei SF Fande im Forum habe ich mehr dazu geschrieben


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Todesengel

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Unschuldige Praise macht den Todesengel zum Star und löst damit eine Katastrophe aus Dieses E Book von Andreas Eschbach enthält neben dem Roman Todesengel ein Interview mit dem bekannten deutschen Kriminologen Prof Dr Christian Pfeiffer. Ein sehr gutes Thriller mit einem aktuellen Thema Er ist spannend ohne je wirklich blutig zu werden und wird trotz der dicke des Buches nicht langweilig oder zu unlogisch wie bei so manch einem thriller schon passiert ist D kann es nur empfehlen Moksha: Writings on Psychedelics & the Visionary Experience passiert ist D kann es nur empfehlen

summary Þ E-book, or Kindle E-pub ↠ Andreas Eschbach

Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei Doch am Ende ist er es der überlebt während seine Angreifer tot sind erschossen von unbekannter Hand Sassbeck glaubt dass ihn ein Wunder gerettet. Obwohl ich bereits einige Bücher von Andreas Eschbach besitze muss ich zu meiner Schande gestehen dass ich bislang kaum etwas von ihm gelesen habe Da es damit langsam an der Zeit wurde habe ich mich für Todesengel entschieden was ich zum Glück nicht bereut habe denn die Geschichte konnte mich Zum Großteil überzeugenDer Schreibstil hat mir gut gefallen Der Autor beschreibt die Geschichte rund um das Thema Selbstjustiz sehr ausführlich aber nie langatmig sodass die Spannung hier nahezu immer garantiert war Gleichzeitig liest sich die Geschichte recht flott und ich hatte die knapp 550 Seiten viel zu schnell ausgelesen Die Figuren sind ebenfalls gut ausgearbeitet und allesamt vielseitig Die Dialoge sind dagegen ab und zu etwas holprig allerdings hielt sich dies noch in GrenzenDer sogenannte Todesengel der hier wie ein Mini Superheld erscheinen möchte steht für Opfer ein und rächt sich für diese indem er deren Täter uält und ermordet dabei schreckt er auch nicht vor Jugendlichen zurück sodass der Autor hier schon eine kleine Grenze überschreitet Dass dabei aber auch oftmals die eigentlichen Opfer in Schwierigkeiten geraten da Polizei und Staatsanwaltschaft davon ausgehen dass ebendiese sich an ihren Tätern rächen scheint der Todesengel nur bedingt bedacht zu haben Außerdem spielt hier noch Ingo Praise ein eher unscheinbarer und weniger erfolgreicher Journalist eine große Rolle denn er sieht den Todesengel als Top Story an und recherchiert den Fall ausführlichWas mich an der Geschichte allerdings ein wenig gestört hat Der Autor hat das Thema Selbstjustiz und die Probleme in der deutschen Justiz dass Täter oftmals zu gering bestraft werden und die Opfer dadurch nur noch mehr leiden sehr gut aufgegriffen und auch zum Nachdenken angeregt allerdings wurde mir hier stellenweise zu sehr mit erhobenen Zeigefinger gearbeitet sodass man als Leser uasi eine Meinung schon vorgefertigt bekommt Einige Leser werden dies sicherlich weit weniger schlimm finden mich hat es allerdings doch gestörtDas Cover sieht ganz nett aus ist jedoch nicht der größte Hingucker aller Zeiten aber dennoch durchaus passend zur Geschichte Besonders die Blautöne gefallen mir hier besonders Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht Insgesamt ist Todesengel ein ereignisreicher und spannender Thriller der durchaus authentisch ist Gleichzeitig kann die Geschichte mit gut ausgearbeiteten Figuren und dem interessanten Thema Selbstjustiz überzeugen sodass hier für jeden Leser etwas dabei sein dürfte Tomorrow Will Be Different: Love, Loss, and the Fight for Trans Equality passend zur Geschichte Besonders die Blautöne gefallen mir hier besonders Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht Insgesamt ist Todesengel ein ereignisreicher und spannender Thriller der durchaus authentisch ist Gleichzeitig kann die Geschichte mit gut ausgearbeiteten Figuren und dem interessanten Thema Selbstjustiz überzeugen sodass hier für jeden Leser etwas dabei sein dürfte

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Hat Die Polizei dagegen fragt sich ob nicht er geschossen hat In Notwehr Oder schlimmer in Selbstjustiz Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise dass Sassbecks Geschichte stimmt Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt. I have yet to read an Andreas Eschbach novel that I don't enjoy This is not his best work but still very entertaining and a uick read The topic vigilante justice made me think about my views on this topic and I'd say I feel ambiguous about it after reading this book